Fujimori gegen 2200 Euro Kaution freigelassen

Neuigkeiten von Alberto Fujimori: Knapp 2200 Euro Kaution reichten gestern für den Ex-Diktator von Peru, um wieder auf freien Fuß zu kommen. Er darf aber Chile nicht verlassen. Über die Auslieferung an Peru wird noch entschieden. Fujimori sagte heute, er wolle nicht vor den Gerichten Perus erscheinen, da er kein Vertrauen zu ihnen habe. Außerdem entsprächen sie nicht den internationalen Standards. Er sei aber total unschuldig, ok, es habe ein paar vereinzelte Menschenrechtsverletzungen gegeben, aber nur gegen seinen ausdrücklichen Befehl und außerdem war ja ein blutiger Krieg gegen den Terror im Gange, da könne sowas schon mal vorkommen. (Frei nach washingtonpost.com).

Fujimori saß ca. 6 Monate in Chile in Auslieferungshaft. Während der Zeit wurde sein Versuch, sich wieder als Kandidat für die Präsidentschaft Perus anzumelden, von den peruanischen Behörden abgelehnt. Dafür wurde seine Tochter Keiko für Fujimoris Partei in den Kongress gewählt – mit dem erklärten Wahlziel, ihren Vater zu rehabilitieren und zurückzuholen. Auch sein kleiner Bruder Santiago wurde in den Kongress gewählt. Alberto Fujimori, 67, hat unterdessen im Gefängnis seine reiche Freundin Satomi Kataoka, 39, geheiratet.

Mal sehen, was dieser Clan noch so alles anstellt.

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Stichwahl: Alan Garcia gegen Ollanta Humala in Peru

Die peruanische Wahlbehörde ONPE hat den Endstand der Auszählung zur ersten Runde der Wahl des Präsidenten veröffentlicht. Danach wurden 12.275.385 gültige und 2.356.618 ungültige Stimmen abgegeben. Über 16% alles Stimmen waren also ungültig – das ist dann wohl die Folge davon, dass man die Menschen durch hohe Geldstrafen zur Wahl zwingt, nehme ich an.

Gewonnen hat Ollanta Humala für die UNION POR EL PERU mit 30,616% aller gültigen Stimmen (3.758.258 Stimmen), zweiter wurde Alan Garcia für die PARTIDO APRISTA PERUANO mit 24,324% (2.985.858 Stimmen). Und den tragischen dritten Platz mit nur einem halben Prozent Abstand zu Garcia erreichte Lourdes Flores für die UNIDAD NACIONAL mit 23,814% (2.923.280 Stimmen). Flores ist damit aus dem Rennen. Die Stichwahl findet am 4.6.2006 zwischen Garcia und Humala statt.

Die ersten Umfagen des Apoyo-Institutes vom 5. Mai sahen Garcia in der Stichwahl mit 57% zu 43% vorne, inzwischen hat sich in der zweiten Umfrage der Abstand auf 56% zu 44% verringert. Es sind auch noch so viele Wähler unentschieden, dass der Ausgang der Wahl absolut unklar ist (23%).

Obwohl man beide Kandidaten als „links“ bezeichnen könnte, vertreten sie doch ziemlich gegensätzliche Positionen. Garcia ist eher USA-freundlich, und würde z.B. das kürzlich abgeschlossene Freihandelsabkommen mit den USA ratifizieren. Dasselbe Abkommen würde Humala wieder kippen. Auch der Nachbar Venezuela polarisiert in dieser Wahl: Präsident Chavez verbrüdert sich offen mit Humala und droht Peru mit Abbruch der diplomatischen Beziehungen, falls der „Dieb“ Garcia Präsident wird. Eine schöne Analyse zu Garcia und Humala und dem Einfluß von Evo Morales und Hugo Chavez auf die Wahl in Peru ist von dem kanadischen Journalisten Vladimir Torres in dem Magazin embassymag.ca zu lesen. Humala würde im Falle eines Sieges wahrscheinlich mit wirtschaftsfeindlichen Aktionen das Wachstum abwürgen. Garcia hat das sogar schon einmal geschafft (Hyperinflation nach Verstaatlichung der Banken) – er durfte ja schon von 1985 bis 1990 Präsident von Peru spielen.

Morgen, am 21.5.2006, werden sich Humala und Garcia ein Rededuell im peruanischen Fernsehen liefern.

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Fidel Castro will keine 900 Millionen Dollar haben

Fidel Castro soll laut „Forbes“ geschätzte 900 Millionen Dollar besitzen. Das wurmte den Präsidenten Kubas so, dass er im Fernsehen die Forbes-Story als „abscheuliche Verleumdung“ bezeichnete (so berichtet Spiegel Online). „Der seit der Revolution von 1959 regierende Castro gab sein Vermögen mit null an und bezifferte seinen monatlichen Verdienst als Staatschef auf 900 kubanische Pesos (40 Dollar)“ (Spiegel).

Schön finde ich sein Angebot: wenn Forbes die Rechnung beweisen könne, wolle er zurücktreten. Klingt ja sehr ehrenwert, allerdings braucht er ja nicht zurücktreten, wenn er nur 890 Millionen hat. Wahrscheinlicher finde ich aber, dass er nichts erwähnenswertes hat, wie damals Honecker (235 Tausend Ostmark und einen Stapel Westvideos). Denn wozu soll ein Mann Geld zurücklegen, der auf Lebenszeit der mächtigste Mann eines Landes ist? Ich schätze, der bekommt auch ohne Geld alles, was er will.

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Peruaner erköpft Pokal für Bayern

Claudio Pizarro fast nackt
(Bild: vom ZDF abfotografiert)

Die deutsche Fußballmannschaft „Bayern München“ hat den diesjährigen DFB-Pokal gewonnen. Der Peruaner Claudio Pizarro (1978 in Lima geboren) köpfte gestern abend das einzige Tor in der Partie gegen „Eintracht Frankfurt“. Für die weiblichen Fans haben wir hier ein Fast-Nacktfoto von Pizarro – vom Zweiten Deutschen Fernsehen abfotografiert.

Hier ein paar Berichte von Drittanbietern:

  • Sueddeutsche.de („Aufreizend lässig und bisweilen lethargisch spulte das Team sein Pensum ab“)
  • dw-world.de („Die Bayern spielten nicht gut, aber effektiv“)
  • Und aus Verlierersicht: FAZ.net („Der Stern Eintracht funkelt wieder“)

Klingt ja fast so, als wären die Medien die ewigen Siege der Bayern leid.

Mehr Fakts:

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Peru Wahl: Interview mit Ollanta Humala

In der Tageszeitung Die Welt ist heute ein Interview mit Ollanta Humala erschienen. Humala führt mit mehr als 30% bei der noch nicht ganz ausgezählten Wahl zum Präsidenten Perus. Hier ein paar Zitate daraus:

Über sein Vorbild: „Mein Vorbild ist Perus Ex-Präsident General Velasco Alvarado, denn auch ich bin Militär, Nationalist, und meine Politik ist gegen das traditionelle Regime gerichtet, das das Volk betrügt.“

Über Denationalisierung: „In diesem Prozeß [der Denationalisierung] globalisieren einige Länder andere, so wie wir Peruaner globalisiert werden.“

Über Globalisierung: „Sie bereichert in Peru jene, die die Wirtschaft beherrschen und ihre Macht durch Politiker ausüben lassen, um ihre Interessen zu schützen“

Über Verstaatlichung: „Wir sind für internationale Investitionen. Aber was strategische Aktivitäten angeht, kann der Staat nicht auf seine Rolle als Besitzer verzichten.“

Quelle: Die Welt: „Ich bin die Summe aller Ängste“

Wahl in Peru: Gracia weniger als ein Prozent vor Flores

Die erste Runde der Wahl des Präsidenten von Peru ist spannend wie ein Krimi, nur langsamer. Nach einer Woche sind nun ca. 90% der Stimmen ausgezählt, das sind 11.228.400 Stimmzettel. Humala ist mit 30.9% klar in der zweiten Runde dabei, der Stichwahl. Im Kampf um den zweiten Platz in der Stichwahl führt Garcia jetzt nur noch hauchdünn mit 95,619 Stimmen vor Flores, was nur 0,852% der Stimmen darstellt. Flores hat noch gewisse Chancen, den Vorsprung aufzuholen, denn der Abstand wird sich voraussichtlich weiter verringern. Grund dafür: Die rund 250.000 Stimmen der Peruaner im Ausland sind erst zu ca. 40% ausgezählt – und bei diesen hat Garcia sehr schlechte Karten. Flores führt bei den Auslandsstimmen klar mit 57%. Das dürfte bis zum Ende für Spannung sorgen.

Quelle dazu: El Comercio: Poco más de 95 mil votos separan a Alan García de Lourdes Flores Nano

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Humala in Stichwahl in Peru, aber gegen wen?

Nach Auszählung von dreiviertel aller Stimmen ist immer noch nicht klar, wer gegen Ollanta Humala in der Stichwahl zum Präsidenten von Peru antreten darf, Lourdes Flores oder Alan Garcia. Humala hat bisher 29,65% der Stimmen, Garcia 24,95% und Flores 24,69% – das verkündete ONPE, die Oficina Nacional de Procesos Electorales, die peruanische Wahlbehörde (Quelle: El Comercio).

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Erste Umfragen nach der Wahl in Peru: Humala vor Garcia und Flores

Nach den ersten Umfragen nach der Wahl in Peru führt Humala mit ca. 30 % vor Garcia und Flores mit je rund 25 %.

Die Information stammt von der peruanische Tageszeitung „El Comercio“ (minütlich Aktuelles von der Wahl), die heute zur Schließung der Wahllokale um 16:00 Uhr Ortszeit Lima (23:00 Uhr in Deutschland) die Ergebnisse von drei Umfragen veröffentlichte:

Fuente: Apoyo Opinión y Mercado

  • Ollanta Humala 29.6%
  • Alan García 24.5%
  • Lourdes Flores 24.2%
  • Martha Chávez 6.9%
  • Valentin Paniagua 6.5%
  • Humberto Lay 4.1%
  • Natale Amprimo 0.8%

Fuente: CPI

  • Ollanta Humala 30.1%
  • Lourdes Flores 25.8%
  • Alan García 24.0%

Fuente: Peruana de Opinión Pública

  • Ollanta Humala: 30%
  • Alan García: 25%
  • Lourdes Flores: 25%
  • Valentín Paniagua: 7%
  • Martha Chávez: 5%
  • Otros: 8%

Das bedeutet für Flores und Garcia, zittern, wer von beiden es bis in die Stichwahl schafft. Humala scheint es ja damit bis in die zweite Runde geschafft zu haben. Aber mal abwarten, was die Auszählung der Stimmen bringt.

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Humala y Flores Nano cumplen con su Voto, Peru 2006

Elecciones Generales 2006

Hoy es un día muy importante para el Perú, pues hoy se elegirá al nuevo Presidente de la república, al parecer éstas Elecciones están siendo llevada con mucha tranquilidad por parte de todos los ciudadanos peruanos.

Sin embargo se nos informa a través de los diferentes Medios de Comunicación que el candidato a la Presidencia Ollanta Humala paso un momento muy desagradable cuando se dirigió a cumplir con su Voto en el local de la Universidad Ricardo Palma, ya que fue insultado y agredido por ciudadanos no sinpatizantes a su Partido Político.

Por otro lado la candidata Lourdes Flores Nano se dirigió a una Iglesia, antes de emitir su voto en el local de la Facultad de Derecho de la Universidad Inca Garcilazo de la Vega, en el distrito limeño de San Isidro, hoy a las 11:55 de la mañana.

De la misma manera lo hizo el candidato Alan Garcia Perez. Otro de los favoritos para estas Elecciones.

Asimismo la ONPE ha comunicado que un primer resultado de las elecciones generales 2006 se estará anunciando entre las 8 y 9 de la noche hora Peruana, por lo que todos están a la expectativa de quién será el próximo electo a la Presidencia.

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Presseschau: Peru kurz vor der Wahl 2006

Hier die neusten Umfragewerte zur morgigen Wahl in Peru und einige Stimmen aus der Presse. Von den drei etwa gleichauf liegenden Kandidaten wird wohl einer rausfliegen und die anderen gehen in die Stichwahl. Das wird also zweimal spannend.

Angus Reid Consultants: „Final Poll Promises Close Peru Election“ (7.4.2006)
berichtet die jüngsten und letzten Umfragen vor der Wahl:

  • 27.6 % Lourdes Flores Nano, Popular Christian Party (PPC)
  • 25,9 % Ollanta Humala, Peruvian Nationalist Party (PNP)
  • 24,9 % Alan García, American Revolutionary People’s Alliance (APRA)
  • 7,4 % Valentín Paniagua, Popular Action (AP)
  • 7,0 % Martha Chávez, New Majority (NM)

Frankfurter Rundschau online: „Pop in Peru“ (6.4.2006):

Zu Humala: „Humala kommt nicht aus der sozialen Bewegung, er steht auch nicht links. Er ist Offizier, und zivile Tugenden wie Ausgleich und Kompromiss sind ihm eher fremd.“

Zu Flores: „Ihre soziale Ader, halten ihr die Gegner vor, hat sie erst vor kurzem entdeckt, unter dem augenblicklichen Eindruck des Humala-Höhenflugs: Nun will sie 650 000 Arbeitsplätze schaffen. Und zwar pro Jahr. Nicht nur ihre Gegner wundern sich über die Naivität, sich auf so etwas festzulegen.“

Zu García: „García hat ein großes Problem: Alan García. Den etwas mollig gewordenen Kandidaten haben die Älteren noch als jungen Präsidenten in Erinnerung, der 1985 die Banken verstaatlichen wollte.“

TAZ: „Das System ist verbesserungswürdig“ (7.4.2006):

Ollanta Humala im Interview: „Wir sind gegen das Wirtschaftsmodell, das die Sieger des Kalten Krieges durchgesetzt haben, den globalisierten Neoliberalismus. Die Öffnung der Märkte, die Durchlöcherung der nationalen Souveränität, die Schwächung der kulturellen Identitäten sind schädliche Folgen dieser Globalisierung, das höchste Stadium des siegreichen Imperialismus.“

Hessischer Rundfunk: „Peruaner pilgern nach Offenbach“ (6.4.2006):

„Nach einem von Hass- und Angstkampagnen geprägten Präsidentenwahlkampf steht Peru nun vor einer schweren Entscheidung: Weiter so wie bisher oder die Katze im Sack kaufen, so beschreiben Experten die Stimmung vor der Wahl.“

Suedkurier.de: „Peru-Wahlen in aufgeheizter Atmosphäre“ (7.4.2006)

Zu Ollanta Humala: „Allerdings hat er noch nie ein öffentliches Amt bekleidet, verfügt über keine gewachsene Partei und seine Mannschaft besteht aus weit gehend unbekannten Personen. Seine Gegner warnen deshalb im Falle seines Sieges vor einer faktischen Diktatur, sozialen Unruhen und dem Abzug des ausländischen Kapitals.“

Un lobo en Perú: „Silence Is Golden“ (7.4.2006):

Atmospäre in Lima kurz vor der Wahl: „By peruvian electoral law, the sale of alcohol and carrying weapons is strictly prohibited since midnight until midday on Monday. […] Somehow it feels like being in the eye of a hurricane, the only difference is it will last 3 days and there will be no rain. Not sure how the aftermath will look though.“

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