Lateinamerika auf der Weltrangliste der Korruption

„Korruption hält Millionen von Menschen in der Armutsfalle gefangen.“ So äußert sich Huguette Labelle, die Vorsitzende von Transparency International. Transparency International, kurz TI, ist eine nichtstaatliche Organisation, die sich international gegen Korruption engagiert. Am 6. November hat TI den jährlich erscheinenden Corruption Perceptions Index 2006 veröffentlicht. Dieser „Korruptionswahrnehmungsindex“ basiert auf Expertenumfragen zur Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor. Die Studie fasst die Ergebnisse von Untersuchungen aus folgenden 12 verschiedenen Quellen zusammen:

Heraus kommt für jedes Land ein Wert zwischen 0 („sehr korrupt“) und 10 („kaum korrupt“). Deutschland liegt mit immerhin 8.0 Punkten auf Platz 16 der Tabelle. Die Länder Lateinamerikas schneiden meist deutlich schlechter ab – der Zusammenhang zwischen Armut und Korruption wird durch die Studie deutlich nachgewiesen. Hier die Rangfolge der lateinamerikanischen Staaten:

  • Chile: Index 7,3, Rang 20
  • Barbados: Index 6,7, Rang 24
  • Uruguay: Index 6,4, Rang 28
  • Dominica: Index 4,5, Rang 53
  • Costa Rica: Index 4,1, Rang 55
  • El Salvador: Index 4,0, Rang 57
  • Kolumbien: Index 3,9, Rang 59
  • Jamaika: Index 3,7, Rang 61
  • Belize: Index 3,5, Rang 66
  • Grenada: Index 3,5, Rang 66
  • Kuba: Index 3,5, Rang 66
  • Brasilien: Index 3,3, Rang 70
  • Mexiko: Index 3,3, Rang 70
  • Peru: Index 3,3, Rang 70
  • Trinidad und Tobago: Index 3,2, Rang 79
  • Panama: Index 3,1, Rang 84
  • Argentinien: Index 2,9, Rang 93
  • Dominikanische Republik: Index 2,8, Rang 99
  • Bolivien: Index 2,7, Rang 105
  • Guatemala: Index 2,6, Rang 111
  • Nicaragua: Index 2,6, Rang 111
  • Paraguay: Index 2,6, Rang 111
  • Guyana: Index 2,5, Rang 121
  • Honduras: Index 2,5, Rang 121
  • Ecuador: Index 2,3, Rang 138
  • Venezuela: Index 2,3, Rang 138
  • Haiti: Index 1,8, Rang 163

(Weitere Länder Lateinamerikas sind von der nicht erfasst – nur Länder, die in mindestens 3 der 12 Quellen vorkommen, wurden aufgenommen.)

Zum Vergleich: Chile liegt auf Augenhöhe mit den USA (7,3, Platz 20), Barbados und Uruguay liegen knapp vor bzw. hinter Spanien (6,8, Platz 23) und Portugal (6,6, Platz 26). Und danach wird es auch schon finster, bis es am absoluten Tiefpunkt mit Haiti endet (Platz 163 von 163).

Zu der miesen Position von Haiti wurde die Leute von TI anscheinen sehr oft gefragt. So oft, dass sie in ihren „FAQ“ (frequently asked questions) die Bevölkerung von Haiti in Schutz nehmen:

„Korruption ist unbestritten eine der größten Herausforderungen für die Good Goverance-Strukturen, die Entwicklung des Landes und die Armutsreduzierung in Haiti. Doch die Mehrheit der Menschen ist in erster Linie Opfer von Korruption. Korruption, begangen von einer Minderheit einflussreicher Persönlichkeiten und begünstigt durch die Fehler von politischen Führern und Institutionen bei der Kontrolle und Bekämpfung von Korruption, bedeutet nicht, dass ein Land oder seine Bevölkerung am korruptesten sind.“

Es wird interessant sein, die Veränderungen auf der Rangliste über die Jahre zu verfolgen.

Mehr:

Film über Tiroler Siedler im peruanischen Regenwald

Tiroler, Rheinländer und Bayern siedeln seit 120 Jahren im peruanischen Amazonasgebiet – in dem von ihnen 1859 gegründeten Dorf Pozuzo. Erleben kann man die heutigen Überbleibsel davon jetzt im Kino – allerdings vorerst nur in Berlin. Die Kulturabteilung der Botschaft von Peru lädt am 25.11.2006 um 16:00 Uhr in das Kino Babylon in Berlin Mitte. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „120 Jahre Einsamkeit“ von Jorge Marroquin Winkelmann und Jörg Förster. Eine deutsche Produktion von 2006, allerdings nur fernsehtaugliche 40 Minuten lang. Der Eintritt ist frei – und nachher wird noch auf ein Glas Wein geladen.

Herr Winkelmanns Familie stammt selber von den deutschen Siedlern ab und gründete 1890 mit den Pozuzinos die zweite deutsche Siedlung, Oxapampa.

Aus dem Pressetext: „Im Jahr 1859 siedeln sich 305 Tiroler, Rheinländer und Bayern im peruanischen Regenwald an und gründen ein Dorf. Sie passen sich dem neuen Klima, Territorium und den ungewöhnlichen Lebensumständen an. Von dem Rest der Welt isoliert und vergessen, bewahren sie über einen Zeitraum von ca. 120 Jahren ihre aus Europa mitgebrachte Sprache, Religion, Architektur und Lebensweise. 1975 bringt die Anbindung an eine Straße dramatische Veränderungen: die Isolation ist aufgehoben, die behütete Identität bedroht. Wir erleben dieses Stück Tirol mitten im peruanischen Amazonasgebiet an einem Wendepunkt seiner Entwicklung und erfahren, warum die alten Gebräuche und Traditionen im Begriff sind zu verschwinden.“

Übrigens wurde gestern, am 20.11.2006, in dem Dorf, wie auch im Rest von Peru, die Gemeinderatswahl durchgeführt. Der bisherige Ortschef, Carlos Gstir-Schaus (hübsch, diese peruanisch-tiroler Namen), soll die besten Chancen haben, den Posten wieder zu ergattern. Anläßlich der Wahl berichtet DerStandard.at über die Hintergründe der Tiroler Auswanderung. Erbrechtliche Gründe hätten für die Auswanderer eine wichtige Rolle gespielt: „Konnte der eigene Boden eine Familie nicht ernähren, so sei auch eine Heirat gesetzlich nicht erlaubt gewesen. Für einige verarmte Kleinbauern sei die Emigration ein Ausweg aus ihrer trostlosen Situation in der Heimat gewesen. Nach viermonatiger Schiffsreise und der Ankunft am Hafen Huacho nördlich von Lima seien die Tiroler unter großen Strapazen und Entbehrungen über die Anden marschiert. Im Frühsommer 1859, nach zwei Jahren härtester Prüfungen, habe die von Abwanderungen und Todesfällen auf 165 Personen dezimierte Gruppe am Rio Huancabamba die „Kolonie Pozuzo“ gegründet.“

Ich würde gerne hin gehen, wenn es nicht so weit weg von Düsseldorf wäre. Hoffentlich wird es bald im Fernsehen gesendet.

Nochmal die Fakten:

  • Dokumentarfilm „120 Jahre Einsamkeit“ von Jorge Marroquin Winkelmann und Jörg Förster
  • Samstag, 25.11.2006, 16:00 Uhr
  • Kino Babylon
  • Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin-Mitte

Weiteres dazu:

Straßenkinder in Lima

Ronald
(Foto: Claudia Hasse und Ben Witte)

Terokal ist ein Klebstoff und dient nicht nur zum Leimen von Schuhen, sondern auch als Quelle von berauschenden oder zumindest benebelnden Gasen, die Straßenkinder in Peru schnüffeln, um ihre Drogenabhängigkeit zu bedienen und Aussichtslosigkeit und die extreme Armut zu vergessen, in der sie leben.

Ca. 50% der Peruaner leben in Armut, ca. 14% in absoluter Armut (Quelle). 44% aller Einwohner sind Kinder oder Jugendliche. Daraus folgt, dass ca. 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Peru in absoluter Armut leben. Natürlich sind die nicht alle Straßenkinder, aber es verdeutlicht ein bisschen die Dimension der Not.

Julio
(Foto: Claudia Hasse und Ben Witte)

Zum Glück für zumindest manche dieser Kinder gibt es Organisationen und Einzelpersonen, die sich für sie einsetzen und versuchen, sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Ein Beispiel dafür ist das Instituto Mundo Libre (IML) in Lima, ein Projekt für Straßenkinder in Lima. Der Diplompsychologe Ben Witte und die Diplompolitologin Claudia Hasse waren dort bis vor wenigen Tagen vor Ort und stellen das Zentrum auf ihrer Webseite mundolibre.de (2006) (*1) vor:

„Das IML ist ein therapeutisches Zentrum für Straßenkinder in Lima, Peru. Es besteht aus zwei Häusern, eines für etwa 40 Jungen und ein weiteres für ca. 20 Mädchen. Alle Kinder haben in ihrer Vergangenheit Drogen konsumiert, vor allem Terokal (Klebstoff) und Marihuana. Sie lebten teils oder ständig auf der Straße und haben Armut, Gewalt oder Misshandlung in ihren Familien erlebt. Das Geld für die Drogen beschafften sie durch Arbeit auf der Straße, Betteln, Diebstähle oder Prostitution. Tausende Kinder leben in Lima auf der Straße. Dies ist auch der Ort, an dem Mitarbeiter des IML die ersten Kontakte knüpfen. Ein Straßenteam nimmt über einen längeren Zeitraum Kontakt zu den Kindern auf und schafft somit die erforderliche Vertrauensbasis für den Einstieg in das Rehabilitationsprogramm.

„Straßenkinder in Lima“ weiterlesen

Brief aus Peru: Karneval in Lima

— Übersetzung aus dem Spanischen von Rocio
Brief aus Peru

Der Karneval in Peru fängt immer am ersten Sonntag im Februar an, in manchen Stadteilen wird er fast jeden Tag gefeiert. Die Kinder haben das meiste Glück dabei, denn sie bereiten sich mit Wasserballons vor, und Wasserpistolen sind ihre Begleiter, wenn sie mit der Mama zum Sport gehen, den sie in der Ferienzeit haben. Diese Pistolen schießen ungefähr 2 bis 3 Meter weit. Zusätzlich gibt es besonders für die Kinder grosse Pappen mit vielen Türchen, die auf der Rückseite schon schon mit Luftballons in verschiedenen Größen bestückt sind, die später als Wasserballon benutzt werden. Jedes Fenster ist numeriert von 1 bis 100, jedes kostet ein paar Cent – der Spaß dabei ist, den größten Luftballon zu gewinnen!

Tuco Sibarita
Tuco Sibarita

Die Art der Spiele hängt vom Bezirk ab. In manchen Stadtteilen versorgen sich die Jugendlichen mit schwarzer Schuhcreme oder Wandfarbe oder allem was eine Farbe hat, manche benutzen auch “Tuco Sibarita? (ein rotes Gewürz für Nudelgerichte). Und wenn gegen 12 Uhr mittags am Samstag oder Sonntag die Mädels spazierengehen, laufen die Jungen hinterher und die Mädchen, die Armen, werden mit verschiedenen Farben bemalt und dann werden sie in den Schlamm geschubst, so dass, wenn sie aufstehen, niemand sie wiedererkennen kann.

Wer im Bus fährt und eine Fenster auf hat, muß damit rechnen, dass ein Ballon voll Wasser oder Farbe reingeschickt wird.

Jeden Sonntag abend waren, bis vor wenigen Jahren, die Jungen mit den sogenannte “Mata Cholas? unterwegs. Das waren Strumpfhosen gefüllt mit Talk oder Mehl, zu einer Kugel geformt. Und diese wurden meistens auf Frauen geworfen, das tat weh. Heute wird in der Hauptstadt nicht mehr damit gespielt, aber in manchen anderen Städten von Peru schon, besonderen in den Anden.

Als ich Kind war, gab es eine Geschichte bei uns zu Hause mit meinen Geschwistern. Wir hatten mittags Zeit zum Essen, meine Geschwister waren schon am Tisch, als jemanden geklingelt hat. Da waren zwei Freundinnen von meinen Geschwistern, die gerne mit uns gesprochen haben – bis eine von den beiden meinem Bruder Renato zum Spaß Ketchup ins Gesicht geworfen hat. So hat der Spaß angefangen. Meine beiden Brüder Renato und Marco machten unsere Badewanne voll mit Wasser und haben die beiden Mädels reingeschmissen. Natürlich waren sie noch mit der Schuluniform angezogen. Sie haben sich dann gegenseitig mit allem möglichem weiter beschmiert, mit Talcum (Puder), Schuhcreme, Ketchup, Senf, allem was Farbe hatte, alle gegen alle – auch die Wände, die Sofas, den Boden, 2, 3, 4 Stunden lang. So ist die Zeit verlaufen bis meiner Mutter von der Arbeit zurückkam und klingelte. Sie sollte dann draussen warten, während wir alles sauber machen mussten. Die Mädels konnten so nicht nach Hause gehen, deshalb mussten ihre Mütter sie abholen, die nicht anders konnten, als lachen, als sie ihre Töchter sahen.

Das lustigste an Karneval für meine Schwester und mich war, so viele Luftballons voll Wasser zu machen wie möglich und aus unserem Fenster von der dritten Etage einfach auf die Jungen zu werfen, die unten vorbeigelaufen sind. Die waren uns meistens dankbar zu dieser Zeit, denn: wer wollte nicht ein bisschen Wasser bekommen an einem warmen Tag?

(Dieser Artikel auf Spanisch.)

Carta desde Perú: Los Carnavales en Lima

Brief aus Peru

En general comienza el primer domingo de cada febrero, en algunos distritos se celebran todos los días de Febrero; los niños son los mas afortunados, ellos se preparan con globos, pistolas para agua estas son sus compañeras si salen con mamá a sus deportes ya que están de vacaciones, estas pistolas tienen un bombeador que alcanzan por lo general 2 a 3 metros de lanzamiento, tambien comienzan a vender números para un sorteo donde compras por ejemplo dos números a S/. 0.10 y en un cantón hay enumerados del 1 al 100, donde todos tienen globos de diferentes tamaños, el bacilón es llevarse el globo mas grande que realmente es grandote.

Tuco Sibarita
Tuco Sibarita

Y los juegos depende del distrito, en los barrios populares por lo general, los jóvenes en conocidas manchitas se aprovisionan de betunes, pinturas, un hoyo de barro, algunos tambien de “Tuco Sibarita? (esos para tallarines) entonces son las 12 del mediodia sábado o domingo, algunas chicas salen a comprar o pasear y a penas los chicos las ven pasar por la esquina, corren para alcanzarlas, las cogen y ¡pobres de ellas!, las pintan de todos los colores que puedan y luego las meten al barro, donde al salir nadie las reconoce.

En las calles cuando vamos con el ómnibus y tenemos alguna luna abierta, de hecho que cae algun globo o agua con pintura, puede pasar de todo.

En las noches de domingos hasta hace algunos años, salían los chicos con las llamadas “Mata Cholas? que eran medias de nylon rellenas con talco, harina, o yeso, se supone que están las tiraban y terminabas blanca por todos lados.

Cuando yo era niña hubo un episodio en mi casa con mis hermanos, nosotros teníamos una bañera grande, casi un yacusi entonces era la hora del almuerzo ya casi todos los miembros estábamos en casa habíamos regresado de nuestras obligaciones, donde al terminar tocan el timbre y eran tres amigas de mis hermanos, así que como siempre ingresan a casa, comienzan a conversar y una de ellas Sofía le pasa a mi hermano Renato Ketchup por la cara un puntito nada mas, comienza todo el plan Marco y Renato los dos llenan la bañera de agua, claro ellas estaban con uniforme de colegio, así que no podían hacer mucho trauma, pero comenzó el babilón sacaron betún, talco, Ketchup, mostaza, todo lo que tenga color y era un todos contra todos, las paredes, los muebles, el piso; pasaron 2, 3, 4 horas, llego la hora de que mama regrese de trabajar, suena el timbre, así que mama tuvo que esperan algunos minutos porque todos limpiaban todo en casa, bueno lo triste fue que ellas no podían ir así a su casa, llego las 10 de la noche y vinieron a buscarlas su mama, donde al verlas solo le quedo reírse y llevárselas, al dia siguiente habían ido con ropa de calle al colegio.

El bacilón de mi hermana y yo era llenar muchos globos de agua y aprovechando de vivir en un 4to.piso tirar los globos por la ventana a los chicos que pasaban por allí que por lo general nos agradecían porque a esas horas ¿Quién no quiere que le caiga un poco de agua?

(Este articulo en aleman.)

Neue Gastautorin bei Latinlife.de – Patricia schreibt den Brief aus Peru

Das Leben in Lima, Peru, ist anders als das Leben in Deutschland. Nicht nur, dass Sommer und Winter vertauscht sind und das Wasser im Abfluß andersrum heruntergurgelt. Nicht nur Politik und Wirtschaft, nein, auch und besonders der Alltag, die Traditionen, die Feiern und Feste, das Familienleben, Freizeit, Schule, Studium, Arbeit, das Essen und der öffentliche Personennahverkehr unterscheiden sich in unzähligen, interessanten Details.

Patricia
Patricia Verano Silva
schreibt den Brief aus Peru

Von einige dieser Details wollen wir euch auf Latinlife.de erzählen – im „Brief aus Peru“. Der Brief aus Peru wird eine neue Rubrik von Latinlife.de. Den ersten Brief schreibt uns Patricia Verano Silva, unsere neue Gastautorin aus Peru. Sie stellt sich selber vor:

„Hola, mi nombre es Patricia. He nacido en Lima-Perú, tengo 3 hermanas y 2 hermanos, soy estudiante de Sistemas de la Universidad Femenina Sagrado Corazón, Lima-Perú. Soy investigadora de la historia de nuestros antepasados, todo lo relacionado con nuestras raíces; asimismo tengo una fuerte inclinación por el conocimiento de la filosofía y los angeles. En si, me fascina todo lo que tenga que ver con la verdad de la vida. Por el momento me dedico a vender discos en formato DVD a través de mi página web.“ — Patricia

Patricia ist in Lima geboren, hat drei Schwestern und zwei Brüder und studiert im Studiengang Systemingenieur an der Universidad Femenina Sagrado Corazón in Lima. Sie interessiert sich für Geschichte und Philosophie. Nebenbei verkauft sie DVDs über eine Webseite.

Das Thema des ersten Briefes wird der Karneval in Lima – und der Brief erscheint pünktlich und inhaltlich passend zum Hoppeditz Erwachen am 11.11.2006 um 11 Uhr 11, dem Beginn der Karnevalszeit. Wir wünschen euch viel Vergnügen mit dieser neuen Rubrik und wir wünschen uns, dass noch viele weitere Briefe folgen werden.

Die Briefe:

Die Gewinner des Latin Grammy Awards 2006

Die größten Gewinner der Latin Grammy Awards 2006, die am 2. November in New York verliehen wurden, sind Pop-Sängerin Shakira Isabel Mebarak Ripoll aus Kolumbien und die Reggaeton-Band Calle 13 aus Puerto Rico. Beide Parteien räumten gleich mehrere Preise ab. Insgesamt gab es ca. 50 Preise in den verschiedensten Kategorien, inclusive Kirchen- und Kinderlieder. Details auf der offiziellen Seite oder in der Wikipedia. Am interessantesten finde ich die Rubriken „General“, „Pop“, „Latin Jazz“ und „Tropical“.

Im „Latin Jazz“ hat sich Gonzalo Rubalcaba mit seinem Album „Solo“ durchgesetzt. Hier alle Nominierten in diesem Bereich:

  • „Solo“ – Gonzalo Rubalcaba [Blue Note]
  • „Aystelum“ – Ed Motta [Trama]
  • „Listen Here!“ – Eddie Palmieri [Concord Picante]
  • „Roda Carioca“ – Jovino Santos Neto [Adventure Music]
  • „World On A String“ – Dave Valentin [High Note Records]

In der Rubrik „Tropical“ wurde unter anderem das beste Salsa Album ausgezeichnet. Die Auszeichnung geht an Gilberto Santa Rosa für „Directo Al Corazón“. Hier die Liste der Nominierten für diesen Preis:

  • „Directo Al Corazón“ – Gilberto Santa Rosa [Norte/Sony BMG Music]
  • „Soy Diferente“ – India [SGZ Entertainment/Univision Music Group]
  • „Decisión Unánime“ – Víctor Manuelle [Norte/Sony BMG Music]
  • „Hoy, Mañana y Siempre“ – Tito Nieves [SGZ Entertainment/Univision Music Group]
  • „Así Es Nuestra Navidad“ – Gilberto Santa Rosa y El Gran Combo De Puerto Rico [Norte/Sony BMG Music]

Übrigens kommt Shakira mit ihrer Orale-Fixierungs-Tour (auch ein schöner Titel) im Januar und Februar 2007 nach Deutschland.

Latin Grammy Awards, Musik, Salsa, Musikpreis, Gilberto Santa Rosa, Shakira, Gonzalo Rubalcaba, Calle 13

Latinlife.de sponsort Musiker via SellaBand

Wie kann man unbekannten Musikern und Newcomer-Bands in der ganzen Welt mit nur 10$ zu einem Plattenvertrag verhelfen und dabei noch eine CD aus einer limitierten Special-Edition kriegen? Via Sellaband.com. Wie das funktioniert? Kostenlos anmelden und einen „Part“ an einer zukünftigen Platte für 10$ kaufen. Mit dieser Quasi-Aktie, die man einem der schon 600 Künstlern bzw. Bands zuordnen kann, beteiligt man sich an 50.000$, die – wenn sie jemals zusammenkommen – für die Produktion einer professionellen Studio-CD investiert werden. Von der ersten, auf 5000 Exemplare limitierten Pressung bekommt man eine CD ab. Die Platte wird dann auch zum Verkauf angeboten und – wie bei einer richtigen Aktie – ist man dann entsprechend am Gewinn beteiligt. Die coole Idee stammt laut Spiegel vom ehemalige Sony Music-Manager Adam Sieff. Latinlife hat sich angemeldet und als ersten Testballon einen französischen Musiker, der in Kolumbien wohnt, mit einem „Part“ bedacht – wir waren Nr. 2 der „Believer“ des Herrn Mr. Ricky, der seit 11. Oktober sammelt. Den Fortschritt und etwaige weitere Erwerbungen von uns könnt ihr auf der Latinlife-Profil-Seite bei Sellaband.com verfolgen.

Wir haben bei der Suche nach würdigen Bands natürlich ein Augenmerk auf Latin-Musik und Musiker in Lateinamerika geworfen. Hier sind ein paar Links zu dem entsprechenden Listen – viele Künstler sind es noch nicht:

Weitere Länder aus Lateinamerika sind bisher noch nicht vertreten – wo bleibt Peru? Nehmen wir noch Spanien (10) und Portugal (11) als ehemalige Kolonialmächte dazu, um die Anzahl der Bewerber etwas aufzustocken.

Ich würde mir ja ein paar Salsa-Bands wünschen!

Plattenvertrag, Record, CD, Musiker, Band, Sellaband, Sponsor

Drei Journalisten unterwegs in Südamerika

Was kann es schöneres Geben als fürs Reisen bezahlt zu werden? Drei Journalisten der Deutschen Welle haben gerade das Vergnügen: Sie sind seit Oktober 2006 in Südamerika unterwegs und berichten dreisprachig in einem einem gemeinsamen Blog von ihren Erfahrungen und Erlebnissen:

  • Steffen Leidel bereist Venezuela und Bolivien. Er schreibt als einziger auf Deutsch.
  • Geraldo Hoffmann berichtet aus seinem Heimatland Brasilien, natürlich auf Portugiesisch
  • Luna Bolívar – schreibt Spanisch – besucht Chile.

Das ganze soll in einem dreisprachigen Special aus Reportagen, Interviews und Analysen münden, das Ende November auf DW-World.de erscheinen soll. Bin gespannt darauf – bis dahin kann man die interessanten Berichte verfolgen, die fast täglich auf dem Blog eintrudeln.