Stärkstes Wirtschaftswachstum seit 9 Jahren in Peru

In Peru brummt die Wirtschaft. Im Juni ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber Vorjahr um 6,82 % gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 1997. Dazu haben besonders die Rohstoff- und Gasexporte beigetragen. Z.B. wurde 7 % mehr Gold gefördert. Die Landwirtschaft wuchs hingegen nur mit 0,4 %. Das berichtet emfis.de.

Das dürfte noch auf Ex-Präsident Toledos Konto gehen. Ob Garcia diesen Kurs beibehalten kann, bleibt abzuwarten.

Peru, Wirtschaft, Wachstum, Alejandro Toledo, Alan Garcia

Multas electorales son condonadas a través de Ley N° 28859

Gracias a la Ley N° 28859 publicada en el Diario Oficial „El Peruano“ el dia 04 de agosto del 2006, han sido condonadas las multas electorales a favor de los ciudadanos omisos al sufragio, así lo informa el Consulado General del Peru en Hamburgo. De esta manera todos los ciudadanos residentes en el exterior asi como los ciudadanos en el interior del pais, que por diferentes motivos no pudieron votar en las elecciones presidenciales, estan libres de pagar la multa que correspondía a dicha omisión.

Esta sí que es una buena noticia para todos los peruanos, espero que las autoridades competentes continuen con dichas iniciativas que benefician a miles de ciudadanos peruanos.

Fuente: Consulado General del Peru en Hamburgo

Fotos von Chavez und Castro

Castro oder Rasputin –
Geschenk von Chavez

Fidel Castro meldet sich vom Krankenbett. Bei einem Besuch von seinem engsten Verbündeten, Hugo Chavez, Präsident von Venezuela, wurden Fotos geschossen, die Castros (und Chavez‘) Zustand dokumentieren:

  • Fidel kritzelt was auf einen Notizblock
  • Fidel drückt Hugo die Hand
  • Fidel und Hugo löffeln Joghurt
  • Hugo kritzelt was auf einen Notizblock (Hugo ist anscheinend Linkshänder)
  • Fidel und Hugo halten gemeinsam ein schlagstockartiges Ding hoch
  • Hugo drückt Fidel beide Hände
  • Hugo schenkt Fidel ein (selbstgemaltes?) Portrait von Rasputin (?)
  • Fidel (in einem deutschen Trainingsanzug) hält eine Zeitung hoch (Adidas-Sprecher Jan Runau versichert unterdessen, dass es sich um keinen von dem Konzern inszenierten Foto-Termin gehandelt habe)

Die kubanische Zeitung „Granma“ schreibt dazu in Internet lyrisch: „Die Bluts- und Gesinnungsbrüder verbrachten einen unvergesslichen Nachmittag, der dem abgehärteten Kommandanten der tausend Schlachten, der nun einen neuen Sieg um das Leben erringt, neue Kraft und neuen Atem einflößte“ (Quelle: Financial Times Deutschland).

Spiegel Online berichtet über dieses Großereignis in mehreren Artikeln:

Hier noch beliebig viele weitere Castro-News.

Fidel Castro, Hugo Chavez, Kuba, Cuba, Krankenbett, Fotos

Tänzerinnen aus Kuba und Pachito Alonso auf dem Hafenfest Düsseldorf

Plakat zur Show
„Viva Cuba! – La Isla bonita“

Am 12. und 13. August 2006, also dieses Wochenende, steigt am Düsseldorfer Medienhafen das Hafenfest 2006: Schlemmermeile, Hafenrundfahrten, Architekturführungen, Kunst und jede Menge Musik auf zwei Bühnen. Am Sonntag wird es ziemlich lateinamerikanisch mit „Trio Los Mexicanos“ (laut Programm: „fröhliche und tropische Klänge aus Mexiiko und Lateinamerika“), „La Papa Verde“ („lateinamerikanische Rhythmen, Punk, Rock, Reggea und Ska“) und „Viva Cuba! La Isla bonita“.

„Viva Cuba! – La Isla bonita“ ist eine Musical-Show aus Havanna, hier die Homepage. Die Show gastierte gerade längere Zeit in München. Es spielt eine 16-köpfige Band aus Kuba. Bandleader ist Pachito Alonso, Mitglied der musikalischen Alonso-Famile aus Kuba – seine Söhne Cristian und Rey sind Leadsänger in der Band und sein Vater, Pacho Alonso, war zu Lebzeiten auch ein erfolgreicher Bandleader. Hier eine Webseite über Pachito Alonso bei timba.com. Die Tochter von Pachito Alonso, Yolena Alonso, ist die künstlerische Leiterin der Dance Company Yoldance aus Havanna, die die Tänzerinnen und Tänzer stellt. Auf dem Hafenfest gibt es angeblich nur Höhepunkte der Show zu sehen, aber immerhin bis 20:00 Uhr, also zwei Stunden lang – und das bei freiem Eintritt.

Hier das Programm von der Hauptbühne am O’Gehry-Platz, es gibt aber auch noch anderes:

Samstag, 12. August 2006
17:00 Uhr – The Clou Experience
19:00 Uhr – Simple Life
21:15 Uhr – The Temptations Review feat. Damon Harris
23:00 Uhr – Großes Feuerwerk

Sonntag, 13. August 2006
12:00 Uhr – Benevolent
13:45 Uhr – Trio Los Mexicanos
15:15 Uhr – La Papa Verde
16:30 Uhr – Salvatore & L.N.G.-Band
18:00 Uhr – Viva Cuba! – La Isla bonita

Konzert, Salsa, Kuba, Havanna, Musical, Düsseldorf

Dreiländereck Brasilien, Peru, Kolumbien im Radio

Im Deutschlandfunk lief am 1.8.2006 ein Feature von Gaby Weber über Tabatinga, eine Stadt im Dschungel Südamerikas. Die Stichworte versprechen spannende 45 Minuten:

In Tabatinga, am Dreiländereck Brasilien, Peru und Kolumbien, führen sie eine friedliche Koexistenz: kolumbianische Drogenhändler und Guerilleros, nordamerikanische Rauschgiftfahnder und Militärberater, europäische Biopiraten und brasilianische Grenzsoldaten. Gesetze existieren nicht, Gefahren aller Art lauern am Ufer des Río Solimões.

Der Deutschlandfunk stellt seine Features und andere Sendungen auch als MP3 ins Netz – das kann allerdings noch ein paar Tage dauern. Bis dahin kann man schon mal das Script zur Sendung lesen.

Fidel Castro regiert nicht mehr in Kuba – vorerst

Der alte Fidel Castro
(Foto: Ricardo Stuckert/ABr)

Seit 1959 hat Fidel Castro ununterbrochen Kuba regiert. Jetzt hat er, fast 80 Jahre alt und ziemlich krank, die Amtsgeschäfte an seinen kleinen Bruder Raul Castro abgegeben. Der ist noch frischer, erst 75 Jahre. Die Exil-Kubaner in den USA feiern schon Castros Abgang – aber noch ist Castro nicht tot und der Rückzug aus dem Geschäft soll nur vorübergehend sein. Eine Operation hat er jedenfalls gut überstanden, wird berichtet. Eine rasche Genesung für Castro „und die kubanische Demokratie“ wünscht unterdessen die EU-Kommission (der Sarkasmus-Kommissar?).

Hier ein Bericht von Peter Burghardt dazu aus der Süddeutschen Zeitung: „Castro macht seinem Bruder Platz – Der kubanische Patient“ und ein Interview mit dem Lateinamerika-Experten Günther Maihold in der Zeit: „Beginn des Übergangs“. Und: Fidel Castro in der Wikipedia.

Fidel Castro, Castro, Kuba, Raul Castro

Präsident von Peru: Alan Garcia wieder im Amt

Seit Freitag, 28. Juli 2006, ist Alan Garcia, der das Rennen um die Präsidentschaft Perus am 4. Juni in der Stichwahl gegen Ollanta Humala gewonnen hat, im Amt. Nach über 15 Jahren „Pause“ tritt nun zum zweiten Mal an und löst Toledo ab. Die Präsidenten Perus beginnen ihre Amtszeit traditionell am Unabhängigkeitstag von Peru, an dem die Loslösung von der Kolonialmacht Spanien gefeiert wird. Heute hat Garcia in seiner ersten Rede einen strengen Sparkurs zum Kampf gegen die Armut in Peru angekündigt. Seine ersten Maßnahmen:

  • Verringerung der Präsidentenbezüge von 14.000 auf 5300 Dollar monatlich
  • Schließung von sechs Botschaften
  • Reduzierung der Botschafterbezüge um 25 Prozent
  • Halbierung der Diäten der 120 Abgeordneten auf 4000 Dollar

Das klingt zwar irgendwie negativ, aber ehrenwert. Das wär doch auch mal was für Deutschland. Dürfte ihm wohl keine Freunde im Parlament einbringen, wenn er es durchsetzt. Dabei ist er auf Kooperation angewiesen und zwar sogar mit den 13 Abgeordneten der Partei von Fujimori, dem zwischenzeitlich steckbrieflich gesuchten Ex-Präsidenten.

Bei der Rede waren 8 Präsidenten anderer Länder Lateinamerikas anwesend. Venezuelas Präsident Chavez fehlte. Konsequent, hatte doch Chavez angekündigt, die diplomatischen Beziehungen mit Peru abzubrechen, falls der „korrupte und unfähige“ Garcia Präsident wird.

Der neue Außenminister heißt José Antonio García Belaunde. Können wir uns ja schonmal merken, vielleicht kommt er ja mal zu Besuch nach Deutschland.

Alan Garcia, Peru, Präsident, Politik

Konzert: Los Van Van, Orishas und Margareth Menezes am 7. Juli in München

Wer am 7. Juli in München sein kann, sollte sich dieses Festival-Konzert-Bündel nicht entgehen lassen: Los Van Van, Orishas und Margareth Menezes spielen in der Zenith Kulturhalle ihren „explosiven Salsasound“ (Los Van Van), „energiegeladenen Samba-Reggae“ (Margareth Menezes) und „funky Fusion aus Salsa-Swing und spanischen Sprechgesang“ (Orishas) (Zitate von Salsa.de). Dazwischen gibt’s noch diverse Showtänze und hinterher Party mit zwei DJs (im Musiktempel 4004, Shuttelbusse). Dazu einen kubanischen Zigarrendreher, Cocktails, Salsatanzkurs etc. Für das vollgepackte Programm muß man dann auch 46 Euro hinblättern. Allerdings: mit 20 Prozent des Gewinns wird ein brasilianisches „Ballet mit Slumkindern“ (UNESCO-Projekt) gesponsort, wie dem Pressetext zu entnehmen ist.

Mehr Infos auf Salsa.de oder der Homepage des „Festival Latino Munich 2006“.

Dazu:

Konzert, Festival, Salsa, Samba, Reggae, München, Los Van Van, Orishas, Margareth Menezes

WM: Zugeschaut bei Brasilien gegen Kroatien

Livemusik am Sucos do Brasil vor dem Spiel
Zuschauer beim Spiel Brasilien gegen Kroatien

Brasilien gegen Deutschland im Finale der WM 2006 – das ist mein Wunsch-Endspiel am 9. Juli. Beide Mannschaften haben den ersten Schritt dahin getan und das Vorrücken von der Vorrunde in das Achtelfinale bereits gesichert. Damit es auch Spaß macht, sollte sich Brasilien aber noch ein bisschen steigern. Für das Auftaktspiel gegen Kroatien wurde die brasilianische Mannschaft ja schwer kritisiert (z.B. im Spiegel: Wenn Künstler nur Banales zeigen). Wir haben das Spiel am vergangenen Dienstag auf dem Großbildschirm vor dem Sucos do Brasil in Düsseldorf verfolgt. Die Stimmung auf dem Platz voller Brasilien-Fans (und vereinzelter Kroatien-Fans) war sehr gut und so aufgeheizt und laut, dass ich von dem Spiel kaum etwas mitbekommen habe. Und das war ja auch besser so. Vorher gab es Sambamusik und Tanzdarbietung live – zum Aufwärmen. Ebenso in der Halbzeit – zum warmbleiben.

Fazit: Als Erlebnis empfehlenswert! Nur wer das Spiel wirklich mitkriegen will, guckt lieber zu Hause.

Update: Ein viel besseres Foto von der Band als meine Handy-Bilder habe ich bei Flickr gefunden. Und noch eins von den Fans auf dem Brunnen.

WM 2006, Fußball, Brasilien, Kroatien, Düsseldorf, 2006-06-13

NZZ über die Wirtschaft von Peru nach der Wahl

Die Neue Züricher Zeitung schreibt über den aktuellen wirtschaftlichen Zustand und die Perspektive von Peru nach der Wahl von Alan Garcia:

Perus Wirtschaft bietet heute ein Bild, wie es in vielen Ländern der Region zu finden ist: Der Patient wird mit den stabilisierenden Massnahmen rundum versorgt; wesentliche, rehabilitierende Schritte zu seiner mittel- bis langfristigen Gesundung aber sind ausgeblieben.

Eine Fortführung der stabilitätsorientierten Wirtschaftspolitik dürfte Alan García zwar weiterhin den Applaus von den Finanzmärkten und den Obligationären einbringen, sie ist aber allenfalls eine notwendige, nicht aber eine hinreichende Bedingung, um den Peruanern einen Weg aus der Armut zu ebnen und die Wachstumsmotoren zu befeuern. Makro- und mikroökonomische Reformen sind unerlässlich. Vorerst aber wird García um eine Ausweitung der Sozialpolitik nicht umhinkommen. Bleibt zu hoffen, dass er sich damit Zeit für Reformen erkaufen kann – sofern er sie denn auch anstrebt.

Peru, Wirtschaft, Alan Garcia