Pizarro spielt nicht mehr für Peru

Claudio Pizarro, Fußballer aus Peru, mußte bisher zwei Trainern „dienen“, da er sowohl für den FC Bayern spielt, als auch Kapitän der Nationalmannschaft Perus war. Das hat kürzlich zu Konflikten geführt, als Pizarro ein Länderspiel gegen Chile geschwänzt hat, um sich lieber in Deutschland auf ein Bundesligaspiel geben den Hertha BSC Berlin vorzubereiten. Das hat bei seinem Nationaltrainer Franco Navarro Mißfallen erregt. Der Stunk ist dann anscheinend eskaliert, denn am 18. Oktober 2006 – ausgerechnet am gerade neu deklarierten Tag der Peruaner im Auslanderklärte Pizarro, sein Vertrauensverhältnis zu Navarro sei gestört und er wolle nicht mehr für ein Länderspiel nominiert werden, solange dieser Trainer im Amt ist.

Der peruanische Fußballverband hat daraufhin den Stürmer einen Tag später vorläufig suspendiert – wegen „Undiszipliniertheiten“.

Was sagen die Peruaner dazu?

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Fußball, Peru, Claudio Pizarro, Franco Navarro, FC Bayern

La Oroya in Peru zum fünftschmutzigsten Ort der Welt erklärt

Der Ort La Oroya in Peru, ein Bergbauzentrum, in Peru hat die zweifelhafte Ehre der fünftschmutzigste Ort der Welt im Jahre 2006 zu sein. Jedenfalls nach einer Veröffentlichung des Blacksmith Institute. Das Institut hat einschlägige Erfahrung, denn es ist auf die Beseitigung von Altlasten in Entwicklungsländern spezialisiert.

„In den aufgelisteten Orten seien Boden, Luft und Wasser derart verseucht, dass die Bewohner einem hohen Risiko ausgesetzt seien, Krebs oder schwere Lungeninfektionen zu bekommen oder geistig behinderte Kinder zu gebären.“ (Spiegel Online)

Betrieben wird die La Oroya Mine von Doe Run Peru, das als Tochterunternehmen zur Doe Run Company, St. Louis, Missouri, USA, gehört. Die Doe Run Company ist Tochter der Renco Group (Holding der Bergbau-, Stahl- und Kohlebranche). Die Renco Group gehört zu den größten privaten Holdings in den USA. Wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts von Ira Rennert (laut Spiegel.de ein “skupelloser Junk-Bond-Millionär�) gegründet und aufgebaut. (Diese Infos findet ihr auch auf unserer Bergbau-in-Peru-Seite, auf der wir tabellarisch entsprechende Daten sammeln.)

Doe Run stellt sein Engagement in La Oroya auf seiner Website aus seiner Sicht dar: als sozialen Wohltäter und Förderer des Umweltschutzes. Jeder mag das beim Lesen selber beurteilen. Einen anderen Blickwinkel vertritt der FIAN-Deutschland e.V. (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk), der über die aktuelle Lage aufklärt und entsprechende Hintergrundinfos bereitstellt. Fairerweise muss man sagen, dass Doe Run La Oroya erst 1997 vom peruanischen Staat übernommen hat:

„Die Anlage in La Oroya wurde 1922 in Betrieb genommen. 1997 erwarb Doe Run Peru die Produktionsanlagen vom peruanischen Staat. Dieser hatte als Betreiber zu extremer Umweltverschmutzung beigetragen. Mit dem Erwerb verpflichtete sich Doe Run Peru zu notwendigen Investitionen im Umweltbereich. Jedoch wurden die laut Umweltinvestitionsplan gesetzten Fristen regelmäßig auf Antrag des Unternehmens verschoben – im Mai 2006 hat das Unternehmen eine weitere Fristverlängerung bis 2009 erhalten.“ (FIAN)

Die ganze Blacksmith-Institute-Liste der von Menschen geschaffenen Desaster ist:

  1. Tschernobyl, Ukraine
  2. Dserschinsk, Russland
  3. Bajos de Haina, Dominikanische Republik
  4. Kabwe, Sambia
  5. La Oroya, Peru
  6. Linfen, China
  7. Mailuu- Suu, Kirgisien
  8. Norilsk, Russland
  9. Ranipet, Indien
  10. Dalnegorsk und Rudnaja Pristan, Russland

Umweltverschmutzung, Peru, La Oroya, Bergbau

Comiczeichner Juan Acevedo aus Peru in München

Juan Acevedo ist ein Comiczeichner und Pädagoge aus Peru. Acevedo ist gerade in München und hält heute, am Samstag, 14. Oktober 2006, 19.30 Uhr, einen Vortrag über die aktuelle Situation Perus aus Sicht eines Comiczeichners – nun ja, aus seiner Sicht, nehme ich an (EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, Eintritt frei).

Seine Spezialität sind Karikaturen und Cartoons zur politischen Situation in Peru.

Über den Zeichner habe ich bei geocities eine interessante Seite gefunden, die anscheinend von Comic-Fans erstellt wird (auf Spanisch). Sie nennen sich „Grupo Perucho Art“. Auf derselben Seite sind auch noch mehr Informationen über Comic-Kunst zu finden, unter anderem weitere Biographien von peruanischen Zeichnern: Pablo Marcos, Gonzalo Mayo, Roberto Castro (Rocas), Hernan Bartra (Monky). Ein interessantes Studiengebiet, wie es aussieht.

18. Oktober ist nun „Tag der Peruaner im Ausland“ (nach Dekret 060-2006-RE)

Perus neuer Präsident, Alan Garcia, hat eine feine Idee jetzt in ein Dekret gegossen: ab sofort ist der der 18. Oktober eines jeden Jahres der „Tag der Peruaner, die im Ausland wohnen“ (Día de los Peruanos que residen en el exterior). Das Decreto Supremo vom 14.9.2006 (a los catorce días del mes de setiembre del año dos mil seis) trägt die Nummer 060-2006-RE und ist z.B. auf dieser Konsulats-Webseite nachzulesen.

Außerdem soll der peruanische Außenminister jedes Jahr Peruaner ehren und prämieren, die sich durch soziales Engagement in den interkulturellen Beziehungen hervorgetan haben:

„Articulo 2°.- El Ministerio de Relaciones Exteriores procederá a homenajear y premiar a los peruanos y peruanas que cada año, en el exterior, han destacado por desarrollar acciones de carácter social en beneficio de los colaciónales, y por contribuir al fortalecimiento y vinculación de la comunidad peruana en el extranjero, con el Perú.“

Bin gespannt, wer zuerst prämiert wird.

Wie im Dekret ganz offen drinsteht, erhofft sich die Regierung davon, dass die Auslandsperuaner die Werte der peruanischen Nation und Kultur im Ausland hochhalten und nebenbei auch noch günstige Effekte auf Tourismus und Investitionen in Peru respektive ihren Heimatorten ausüben:

„Que, conviene resaltar la participación del mígrate peruano como activo promotor en el exterior, de los valores propios de la nacionalidad, de nuestra cultura, el turismo y de las inversiones para el país, así como de un ejecutor del progreso y desarrollo de su pueblo de origen.“

Der Wunsch ist leicht nachvollziehbar und auch ganz in unserem Sinne. Denn 1. hat Peru eine sehr schöne Kultur und viel mehr als nur El Condor Pasa zu geben und 2. kann Peru Förderung aus dem Ausland gut gebrauchen. Wäre zu schön, wenn man das mit einem simplen Dekret erreichen könnte. Auf jeden Fall eine gute Idee – bei zwei Millionen Peruanern, die im Ausland leben. Und ein schöner Anlaß, am kommenden Mittwoch zu feiern.

(Gefunden via peruanos.net)

Peru, Dekret, Feiertag, Ausland

Peruanos.net – Community für Peruaner in Deutschland

Logo von Peruanos.net

Wer des Spanischen mächtig ist und sich für Peru interessiert, sollte sich mal das Community-Portal Peruanos.net anschauen, das speziell für Peruaner in Deutschland aufgebaut wurde. Es gibt ein Diskussionsforum, aktuelle Artikel, Veranstaltungshinweise in einem Kalender, Chat und Links zum Thema. Die Community hat schon über 380 Mitglieder, Tendenz steigend.

Über ihr Portal schreiben die Macher folgendes: „El portal de peruanos.net, está dedicado a todos aquellos peruanos y peruanas que se encuentran en Alemania. Tiene como objetivo principal, ser una fuente de información y contacto que nos ayude a conocer y establecer relaciones de amistad con gente de nuestro país, así como también mantener, a pesar de la distancia, contacto con la realidad peruana, para que a pesar de nuestra lejanía corporal no olvidemos de dónde venimos y cuál es la razón de nuestra identidad.“

Eine schöne Seite und – wie man sieht – ein Grund mehr, endlich richtig Spanisch zu lernen. Ab sofort auch auf unserer Links-Seite zu finden.

Das aktuelle Wetter in Lima und Düsseldorf

Wer nach Lima fliegt, will auch wissen, wie das Wetter dort ist. Dazu bieten wir jetzt den passenden Service. Auf unserer Wetterseite könnt ihr das aktuelle Wetter in Düsseldorf und Lima vergleichen. Zur Zeit nutzen wir dazu ein Angebot von Wetter.com.

Im Moment sind die Temperaturen ja ungefähr gleich, nur bei uns in Deutschland ist es feuchter. Obwohl in Lima jetzt auch Oktober angefangen hat, ist dort nicht Herbst, sondern Frühling – und Weihnachten ist da im Sommer – und trotz der Sommerhitze hat der Weihnachtsmann auch in Peru einen dicken Pelzmantel an (ein bisschen loco, oder?).

Wetter in Lima und Düsseldorf am 2.10.2006

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Peruanisches Fest in Berlin am 14.10.2006

Von der Kulturabteilung der Botschaft der Republik Peru haben wir einen Hinweis auf ein Peruanisches Fest in Berlin bekommen. Am 14. Oktober 2006 haben engagierte Zeitgenossen mit wohltätigem Hintergrund ein Programm mit Musik, Gesang und Tanz zusammengestellt. Zu erwarten sind Salsa und peruanische Folklore. Im Programm sollen folgende Musiker und Tänzer sein:

Ab 23:00 Uhr legt dann DJ Alex Ninaja. Es soll bis in den frühen Morgen (ca 5:00 Uhr) getanzt werden.

Location: Columbia-Halle, Club Berlin (columbiaclub.de)
Adresse: Columbiadamm 9 – 11, U-6 Platz der Luftbrücke, Berlin
Datum: 14.10.2006
Beginn: 18 Uhr, Einlass 17 Uhr
Eintritt: 7 Euro

Das Ganze geht zu Gunsten eines Krankenhaus-Projekts in Peru, des Hospitals Diospi Suyana das gerade in der südperuanischen Andenstadt Curahuasi in 2600 m Höhe gebaut wird. Dazu ist auf der Webseite des Projektes folgendes zu lesen: „Curahuasi befindet sich in der Region Apurímac, die auch als das Armenhaus Perus bezeichnet wird. In diesem Gebiet leben 500.000 Menschen, mehrheitlich Quechua-Indianer, unter Bedingungen größter Armut. Auf 10.000 Menschen kommen gerade mal 2,8 Ärzte (BRD: 33), die zudem nur in den Städten praktizieren.“

Wenn ich jetzt noch wüsste, ob es leckeres peruanisches Essen gibt, …

Chile und Peru vertragen sich wieder

Leiten Chile und Peru nun das Ende ihres jahrelangen Kulturkampfes um Fische, Ceviche, Pisco Sour und Kartoffeln ein? Ende August haben beide Länder, vertreten durch die Außenminister José Antonio García Belaúnde (Peru) und Alejandro Tomás Foxley Rioseco (Chile), einen Handelsvertrag abgeschlossen. Ein historischer Moment, zumal dies der erste Vertrag zwischen beiden seit dem Salpeterkrieg 1879-1883 sein soll (Quelle: tagblatt.ch) – ob das stimmt? Soweit ich gelesen habe, hatten Chile und Peru schon einen anderen Handelsvertrag sein 1988 („The existing trade pact, signed in 1998, allowed Peruvian exports to Chile to increase to $1.13 billion last year from some $132 million in 1997“livinginperu.com).

Aus dem Andenpakt „Comunidad Andina de Naciones, CAN“ (zur Zeit Peru, Ecuador, Bolivien und Kolumbien) war Chile 1976 unter Diktator Pinochet ausgetreten. Anfang August haben die vier CAN-Länder Chile offiziell zum Wiedereintritt eingeladen. Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet will, dass ihr Land wieder in die Andengemeinschaft eintritt (Quelle: argentinienaktuell.com).

Peru, Chile, Handlesvertrag, Außenminister

Wie man schneller und bequemer von Amsterdam nach Lima fliegt

Die holländische Fluggesellschaft KLM fliegt demnächst schneller von Amsterdam nach Lima, Peru. Bisher gab es bei KLM-Flügen immer einen Zwischenstopp auf der Karibikinsel Bonaire, die zum Königreich der Niederlande gehört.

So sah es 2005 bei der
Zwischenlandung in Bonaire aus.

Zum Sommerfahrplan ab dem 25.3.2007 entfällt dieser Stopp, was den Flug um 90 Minuten verkürzt. Täglich außer Montags geht es mit dem Flug KL0473 um 10:25 Uhr in Amsterdam (Schiphol) los, in Lima (J Chavez International) landet der Flieger um 16:30 Uhr am folgenden Tag – natürlich Ortszeit, also 9:30 Uhr MEZ (sieben Stunden früher). Demnach ist die Flugzeit knapp 11 Stunden. Zurück fliegt KL0744 um 18:30 Uhr (11:30 Uhr MEZ) in Lima los und kommt um 14:00 Uhr am folgenden Tag an. Das wären dann 14,5 Stunden, vermutlich mit Gegenwind. Geflogen wird mit der modernen Boeing 777-200ER. (Quelle: bohmann.at, klm.de)

Wer mitfliegen will, kann übrigens seinen Lieblingssitz schon vorher ausspähen. Bei seatguru.com sind die Sitzkonfigurationen fast aller Fluggesellschaften abgebildet, so dass man unliebsamen Überraschungen aus dem Weg gehen kann. Die Boeing 777-200ER ist noch nicht unter KLM aufgeführt (ist ja auch noch nicht im Einsatz), aber die 777-200 ist dabei. Man beachte den Tooltip, wenn man mit der Maus über einen Sitz fährt, denn der erklärt die Gründe für die Bewertung.

Stärkstes Wirtschaftswachstum seit 9 Jahren in Peru

In Peru brummt die Wirtschaft. Im Juni ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber Vorjahr um 6,82 % gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 1997. Dazu haben besonders die Rohstoff- und Gasexporte beigetragen. Z.B. wurde 7 % mehr Gold gefördert. Die Landwirtschaft wuchs hingegen nur mit 0,4 %. Das berichtet emfis.de.

Das dürfte noch auf Ex-Präsident Toledos Konto gehen. Ob Garcia diesen Kurs beibehalten kann, bleibt abzuwarten.

Peru, Wirtschaft, Wachstum, Alejandro Toledo, Alan Garcia