Peru erzielt Wirtschaftswachstum von 7,2 Prozent

Schön für Peru: die Wirtschaft wächst kräftig weiter. Im ersten Quartal 2007 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 7,2 Prozent (gegenüber Vorjahr). Und diesmal nicht getrieben vom Minen- und Bergbausektor, sondern durch die Binnenkonjunktur:

  • Konsumgütersektor inklusiver Lebensmittel: 14 Prozent Wachstum
  • Einzelhandelsumsätze: 10 Prozent Wachstum
  • Stromerzeugung: 9,3 Prozent Wachstum
  • Bauwirtschaft: 9,1 Prozent Wachstum
  • Landwirtschaftliche Produktion: 4,6 Prozent Wachstum

(Quelle: emfis.de)

Kein Fußball mehr über 2500 Meter Höhe

Gibt es eigentlich natürliches Doping? Bei der Qualifikation zu unserem WM-Sommermärchen 2006 holte Ecuador fast alle Punkte in Heimspielen in Quito – auf 2850 Meter über dem Meeresspiegel. In dieser Höhe wird der Flachlandbewohner schon vom Sauerstoffmangel geplagt. Mit diesem Wettbewerbsvorteil der Andennationen könnte jetzt Schluss sein, denn die FIFA will diese Höhen-Spiele verbieten (sport.ARD). FIFA-Präsident Joseph Blatter kündigte an, offizielle Fußballspiele in Höhen über 2.500 Metern nicht mehr zuzulassen. Aus medizinischen Gründen, wie er sagte, aber auch wegen dem Wettbewerbsnachteil für die Gastmannschaften. In den betroffenen Andenstaaten wurde – wie zu erwarten – die Entscheidung scharf kritisiert. In Bolivien rief der Präsident Evo Morales deswegen sein Kabinett zu einer Krisensitzung zusammen. Morales forderte die FIFA auf, die Entscheidung rückgängig zu machen: das Verbot diskriminiere die legitimen Rechte der Leute, Fußball zu spielen, und ignoriere den Gleichheits-Grundsatz aus der Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen.

Betroffene Städte:

  • Cochabamba, Bolivien – 2.570 Meter Höhe
  • Sucre, Bolivien – 2.860 Meter
  • La Paz, Bolivien – 3.665 Meter
  • Oruro, Bolivien – 3.966 Meter
  • Potosí, Bolivien – 4.040 Meter
  • Cusco, Peru – 3.416 Meter
  • Bogotá, Kolumbien – 2.640 Meter
  • Quito, Ecuador – 2800 Meter

An Mexiko ging dieser Kelch knapp vorüber: Mexiko-Stadt liegt mit 2240 Metern knapp unter dem Limit.

Nackte Jungfer aus Peru

Nackte Jungfer aus Peru
Nackte Jungfer aus Peru

In Mallorca kann man zu dieser Jahreszeit viele hübsche Pflänzchen beobachten. Als wir kürzlich dort waren, hatte ich die Gelegenheit einige davon zu fotografieren. Ein Exemplar, hier abgebildet, ist die Nackte Jungfer aus Peru. Die Nackte Jungfer kann nach dem Pflücken komplett vernascht werden – sie schmeckt scharf! Ihr „Latin“-Name ist übrigens Tropaeolum majus und in Deutschland ist sie besser bekannt als „Große Kapuzinerkresse“. Mit der Kartoffel gemein hat die Nackte Jungfer ihre Herkunft aus Peru. Im 16. Jahrhundert brachten die spanischen Eroberer die Pflanze mit dem Inka-Gold in ihre Heimat zurück.

Weitere deutsche Synonyme für die Pflanze sind Kapuzinerlein, Mönchkapützchen, Pfaffenkapp, Husarenkapp, Hackenblume, Gelber Rittersporn, Tellerbloom, Klimmauf, Jungfer im Grünen, Indianische Kresse, Spanische Kresse, Spanische Winde, Falsche Kapern, Kapernblume. Auf Spanisch heißt sie auch capuchina, espuela de galán, flor de la sangre, llagas de Cristo, marañuela, mastuerzo de Indias o pelón. (Quelle: pharmakobotanik.de).

Das Foto stammt aus dem Botanischen Garten von Soller. (Der Link öffnet Google Maps mit einer Anreicherung von mir – ein kleines Experiment. Testweise habe ich denselben Text auch mal bei der Google Earth Community angemeldet.)
Weitere Quellen:

3 Tage Fiesta Latina in Ettlingen ab 13. Juli 2007

Flyer Fiesta Latina, Ettlingen
Flyer vom Fiesta Latina in Ettlingen

3 Tage „Fiesta Latina“ im Juli vom 13. bis zum 15. auf dem Dickhäuterplatz in Ettlingen – wenn ich in der Nähe von Karlsruhe wohnen würde, würde ich mir das mal ansehen. In einem großen Festzelt für bis zu 1000 Personen soll es Live-Musik, Tanzshows und DJ’s geben. Dazu einen „Kulturmarkt“ mit Schmuck und Mode aus Lateinamerika, Kunsthandwerk, Musikinstrumentenbau, Kunst und Kunstperformance, Delikatessen, Cocktails, kulinarische Spezialitäten. Das Fest, organisiert vom Panamerika e.V., hat in Karlsruhe Tradition: es ist dieses Jahr das 25. Jubiläum. Diesmal stehen die Tage unter folgendem Motto:

  • Freitag, 13. Juli 2007: Spanien – Mexiko – Kuba
  • Samstag, 14. Juli 2007: Café – music from the coffee lands – Kolumbien
  • Sonntag, 15. Juli 2007: Brasilien – Argentinien – Europa

Die Veranstalter vom Panamerika e.V. laden auch noch weitere Kulturorganisationen ein, sich an der Fiesta zu beteiligen.

Ausstellung von peruanischem Starfotograf Mario Testino in Düsseldorf

Es gibt Werbeplakate, die verkehrsgefährdend sind. Die einen so ablenken, dass Mann erst nach dem 20. Vorbeifahren schnallt, wofür da eigentlich geworben wird – man dachte des Kaisers neue Kleider, aber nein, es ist die Ausstellung eines peruanischen Künstlers für die Gisele Bündchen, x-beinig und oben ohne, da wirbt.

Genau so eine Reklame ist derzeit in Düsseldorf plakatiert – für die Ausstellung „Out of Fashion“ von Mario Testino, dem erfolgreichen Mode- und Model-Fotografen aus Lima. 40 Bilder von Testino im Riesenformat sind seit 21.4. und noch bis zum 17.5.2007 im NRW-Forum in Düsseldorf ausgestellt. Dabei sind Aufnahmen von Gisele Bündchen, Madonna, Kate Moss, Gwyneth Paltrow und Jude Law, zusammen mit einer Auswahl von Arbeiten für Gucci, Vogue und Vanity Fair. Und wie Testino im Spiegel online äußerte: er mag Fleisch.

Ich war noch nicht drin, aber hier die Eindrücke von Melanie Mühl in FAZ.net:

„Die etwa vierzig großformatigen, meist bonbonbunten Fotografien […] zeigen Menschen, die so schön und makellos aussehen, dass es beinahe schmerzt. Selbst wenn man vorher noch nie von Mario Testino gehört haben sollte, begreift man sofort, warum ihn Stars und Models verehren. Denn er lässt sie noch heller leuchten, als sie im wahren Leben ohnehin schon strahlen.“

Das muss man doch gesehen haben, wenn man sich für Peru interessiert! Mein Tipp: Freitags hat die Ausstellung bis Mitternacht geöffnet.

  • „Out of Fashion“ von Mario Testino
  • NRW-Forum, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
  • 21.4.2007 bis 17.5.2007
  • Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 20:00h, Freitags bis 24:00h

Mehr dazu

Salsa-Tanz in den Mai 2007 mit Salsa Picante in Düsseldorf

Schon was vor zum Tanz in den Mai? Die Landeshauptstadt Düsseldorf empfiehlt Salsa:

„Salsa in den Mai“ im Salzmannbau
Das „Salsa-Picante-Quintett“ spielt im Salzmanmbau im Bürgerhaus Bilk, Himmelgeister Straße 107, zum „Salsa in den Mai“ auf. Die Veranstaltung beginnt am Montag, 30. April, 20 Uhr. Eintrittskarten sind ab sofort zum Preis von acht Euro im Bürgerhaus erhältlich. Weitere Informationen gibt es montags bis freitags unter Telefon 580 93 45.

(Quelle: Duesseldorf.de).

Salsa Picante ist seit 26 Jahren für guten Salsa aus Düsseldorf bekannt. Hier die Homepage der Band.

La Ley del Son – Konzert in Essen am 16.5.2007

salsa-hilft-konzert
Flyer zum Salsa Hilft-Konzert: La Ley del Son

Echolatino bringt nach dem gelungenen Los Van Van-Konzert im März nun im Mai wieder eine Band aus Kuba auf die Bühne des Essener Le Palais: „La Ley del Son“ kommen am 16. Mai 2007. Beginn des Konzerts soll 22 Uhr sein, Einlass ab 21 Uhr. Karten im Vorverkauf 17 Euro (bei allen CTS Verkaufsstellen und über Ticketsbycall, Tel : 02365-5035500), Abendkasse 22 Euro. Das „Le Palais“ ist in der Gladbeckerstr 12, 45143 Essen. Mehr dazu beim Veranstalter.

Die sieben Musiker von La Ley del Son kommen aus Santiago de Cuba und spielen seit 2004 zusammen. 2005 und 2006 tourten La Ley del Son bereits durch Europa (Niederlande, Belgien, Schweiz, Österreich, Deutschland) und jetzt sind sie wieder in Deutschland. Der Name weist dezent darauf hin: die Band spielt Son – aber nicht nur: auch andere Musikstile aus Kuba und der Karibik werden integriert (Salsa, Cumbia, Bachata, Plena, Bolero). Gründer und Bandleader Pablo Reynoso, ein Kontrabassist mit Konservatorium-Abschluss, komponierte rund 80% des Programms selbst. 3 Schlagzeuger, Klavier, Babybass und den 2 Blechinstrumente sind dabei… und Sänger Francisco Guilbert soll nebenbei auch mal Akkordeon spielen (schreibt echolatino) – das könnte interessant werden.

Line-up:

Alberto Calzado Acosta – Trombone
Miguel García Clavijo – Klavier, Gesang
Francisco Guivert Del Rio – Lead-Sänger
Juan Carlos Menendez Casero – Bongo
Rodolfo Ochoa Garrido – Trombone
Jorge Amauri Ramirez Randiche – Perkussion
Pablo Erasmo Reynoso Despaigne – Kleinperkussion, Babybass, Gesang
(Quelle: muzikacordies.com)

Ganz toll von echolatino ist die Initiative „Salsa hilft“, in deren Rahmen dieses Konzert als Benefizkonzert organisiert ist. Die Erlöse sollen dem Mädchen Erineth Garcia aus der Dominikanischen Republik zu Gute kommen, damit deren angeborener Herzfehler operiert werden kann – was für die Eltern sonst unbezahlbar ist.

Übrigens spielt die Band später im Jahr auch noch an vielen anderen Orten in Europa auf: z.B. am 16.6.2007 in Reutlingen, am 25.5.2007 in Biel (Schweiz) und am 17.8.2007 in Ravensberg. Von diesen Veranstaltern (und von echolatino natürlich) habe ich auch die Infos über die Band zusammengegooglet. Der ganze Tourplan ist hier bei Múzika Cordiés einsehbar. So wie es aussieht, bilden Echolatino mit dem 16.5.2007 den Auftakt der Tour, die dann bis in den September dauert.

Eine traurige Nachricht aus Lima

Eine sehr traurige Nachricht hat uns heute erreicht. Unser sehr geschätzter Blogger-Kollege Wolfgang „Wolfy“ Becker ist vor zwei Tagen plötzlich gestorben. Das Webmagazin Living in Peru, das Wolfy lange als Executive Editor betreut hat, hat dies gestern bekannt gegeben. Noch am 20. April hat Wolfy, der unermüdlich und engagiert über Peru geschrieben hat, sein jüngstes Projekt Journalperu.com mehrfach täglich aktualisiert.

Wir haben Wolfy kennengelernt, als er noch in seinem Blog Un Lobo in Peru aus und über seine neue Wahlheimat Lima geschrieben hat. Schon damals haben wir viel von ihm über Peru gelernt, und seitdem ist der Strom von interessanten und wertvollen Informationen und Nachrichten über Peru aus seiner Feder nie abgebrochen – über die Grenzen seiner verschiedenen Webprojekte hinweg. Sein Tod ist ein schrecklicher Verlust. Unser ganzes Mitgefühl und Beileid gilt seiner Familie in Lima.

Latin-Rock Konzerte: Jarabe de Palo ab 25. Mai 2007 auf Tour in Deutschand

Lust auf Latino-Rock? Gelegenheit zum Live-Hören gibt es Ende Mai/ Anfang Juni, wenn die spanische Band Jarabe de Palo durch Deutschland tourt – z.B. am 30.5.2007 im Kölner Gloria. Die Tour dürfte inhaltlich zum neuen Album von Jarabe de Palo passen: „Adelantando“ erscheint in Kürze (und kann in unserem Amazon-Shop vorbestellt werden).

Die Band um Pau Donés (Jahrgang 66) stammt aus Barcelona und ist durch die Single „La Flaca“ bekannt geworden, die 1997 ein Sommerhit wurde. Fünf erfolgreiche Alben hat die Band aufgenommen und millionenfach verkauft:

  • 1 m2 (Un Metro Cuadrado), (2004)
  • Bonito, (2003)
  • De vuelta y vuelta, (2001)
  • Depende, (1998)
  • La Flaca, (1996)

„Adelantando“ wird nun das sechste Album („Best of“-Album nicht mitgezählt…). Ich hatte dank der Promoter der Tour, prime-tours.com, die Gelegenheit vorab schon mal in das Album reinzuhören – und ich kann sagen, es gefällt mir sehr gut. Eine schöne Mischung von fetzigen und ruhigeren Liedern. Mein bisheriger Lieblingssong ist Track 1, der funkige Titelsong „Adelantando“, der einen so richtig zum mitschwingen bringt. Track 2 ist „Olé“, der auf der sehr hübsch gestalteten Homepage der Band zum Testhören bereitsteht. Die Seite lädt zum Stöbern in einigen Musikbeispielen aus allen 5 bisherigen Alben ein. Außerdem gibts da Tourdaten, Discographie usw. Leider sind die Infos auf der Webseite nur auf Spanisch. Die Musikbeispiele verbergen sich unter „Discografía“, dem blauen Icon, das wie eine drehende Schallpatte aussieht. Es lohnt sich, mal rumzustöbern – man findet nicht nur die Hits wie „La flaca“ sondern auch ungewöhnliche Aufnahmen wie z.B „Guantanamera“, aufgenommen zusammen mit Celia Cruz und Pavarotti (Achtung: die Seite setzt Flash voraus).

Hier die Daten der kommenden Tour, direkt vom Veranstalter (aber ohne Gewähr) – Update 22.4.2007: Tourdaten aktualisiert – :

> 25.05.07 Stuttgart / Zapata / Tickets unter: 0711 238 50 50

> 26.05.07 München / Muffathalle / Tickets unter: 089 54 81 81 81

> 29.05.07 Krefeld / Kulturfabrik / Tickets unter: 02151 858687

> 30.05.07 Köln / Gloria Theater / Tickets unter: 0221 660 630

> 31.05.07 Hamburg / Fabrik / Tickets unter: 040 39 10 70

> 01.06.07 Berlin / Kesselhaus / Tickets unter: 030 44 31 51 51

> 02.06.07 Bremen / Schlachthof / Tickets unter: 0421 35 36 37

> 05.06.07 Frankfurt / Brotfabrik / Tickets unter: 069 13 40 400

> 06.06.07 Freiburg / Jazzhaus / Tickets unter: 0761 777 86

> 07.06.07 Nürnberg / Hirsch / Tickets unter: 0911 20 42 95

> 08.06.07 Karlsruhe / Tollhaus / Tickets unter: 0721 96 40 50

> 10.06.07 Ulm / Ulmer Zelt / Tickets unter: 0700 96 85 96 85

Mehr zu Jarabe de Palo:

Peruanische Wirtschaft strebt nach oben

Peru strebt wirtschaftlich nach oben. 2006 war mit einem Wachstum von fast 8% ein Rekordjahr für die peruanische Wirtschaft, was der peruanischen Regierung 2006 erstmals erlaubte, einen Haushaltsüberschuss einzufahren – Glück für Alan Garcia, der erst im Sommer 2006 Alejandro Toledo als Präsidenten abgelöst hat. Garcia war bis dahin eher als der „Zerstörer“ der Wirtschaft Perus berüchtigt – wegen der katastrophalen Auswirkungen seiner Wirtschaftspolitik in seiner ersten Präsidentschaft (1985-1990).

Auch 2007 läuft es blendend. Der „Indice General de la Bolsa de Valores de Lima“, kurz IGBVL, also der Index der peruanischen Aktien, klettert von einem Rekord zum nächsten – und hat sich in den letzen 12 Monaten so ungefähr verdreifacht (bloomberg.com, TradeSignals). Auch der Nuevo Sol, der seit 1991 als Währung Perus (Kürzel PEN) dient, ist im März 2007 auf den höchsten Stand seit 8 Jahren gestiegen. Das Handelsblatt schreibt, das „Währungspaar USD/PEN“ habe „mit einem Tief von 3,1770 Ende März sein niedrigstes Kursniveau seit Anfang 1999 erreicht“.

Hoffentlich kommt bei der peruanischen Bevölkerung mehr an als in USA und Deutschland, wo auch nur noch die Reichen dazuverdienen. Man lese zum Thema in Spiegel.de: